Schuhe

Sneakers

Sneakers haben Ihren Namen aus dem amerikanischen Sprachgebrauch (to sneak = anschleichen) und damit werden im allemeinen Sportschuhe ohne besondere Spezifikation gemeint, also alle Sportschuhe ausser Golfschuhen, Stollenschuhen und Segelschuhen. Sneaker haben immer Halbschuhformat, wenn sie einen höheren Schaft vorweisen, wie zum Beispiel bei verschiedenen Basketballschuhmodellen oder Boxerstiefeln, dann nennt man diese nicht Sneaker sondern Sneakerboots.

Sneakers haben eine lange Tradition bei amerikanischen Jugendlichen auch im Freizeitbereich oder auf der Arbeit.
Sie können aus Stoff (Canvas, Denim, Jute, Leinen) oder Leder und Kunstleder gefertigt sein. In der Regel haben Sie eine fest verklebte oder verschweisste Gummisohle und sind dadurch weitestgehend geräuschlos beim Laufen (Ausnahme: ultraglatte Oberflächen). Ursprünglichste Sneakers waren für Hallenböden konzipiert, aber der Begriff erstreckte sich dann später auch auf Outdoor-Trainingsschuhe und alle Formen von Schuhwerk für Athleten jeden Genres.
Sie gehören als Kultschuh zu Amerika, wie Bluejeans an den Hintern und `ne Coca-Cola auf den Tisch. Ganze Generationen von Amerikanern hatten bis zum Collegeabschluss gar nichts anderes an Schuhwerk an den Füssen, mit Ausnahme vielleicht vom Highschool-Abschlussball, der Promnight.
In Ländern, wo es heute noch vorgeschriebene Schuluniformen gibt, wie zum Beispiel die Philippinen, Thailand oder Cambodia und Indonesien, dort sind Sneakers zwingender Bestandteil der Knabenuniform und die Schoolkids tragen diese voller Stolz. Girls haben dort nach dem Schulbesuch nichts Eiligeres zu tun, als von den Lackschühchen in bequemere, dort den Jungen vorbehaltene Schuhe zu schlüpfen.
Der berühmte „Casual Friday“, der einzige Wochentag, wo Millionen amerikanischer Bürohengste und Behördenangestellte mit T-Shirt oder Polohemd und Jeans oder Chinos statt im Hemd mit Krawatte und Anzughose auf dem Arbeitsplatz erscheinen dürfen, da zwängt sich auch keiner mehr in Dress-Shoes. Es ist vielmehr das Gequietsche der vielen Sneakers zur Rushhour in den gebohnerten U-Bahnhöfen und gewienerten Foyers der Behörden und Bürohochhäuser, welches alle schon unterbewusst an das naheliegende Wochenende erinnert.
Die Industrie macht mit Ihren Markenartiklern global Milliardenumsätze und die richtige Marke am Fuss getragen überwindet sogar die Dresscode Überwacher (doormen, bouncer) in angesehendsten New Yoorker Nightclubs oder den prestigeträchtigsten Szene Hangouts von Hollywood bis Miami Beach. Was „bouncer“ (to bounce = abprallen) in der Realität bedeutet, das erfahren dann diejenigen mit den weniger trendigen Marken oder “No-names” am Fuss.

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